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Une maison privée - das Museum Zadkine in Paris

Im Haus des russischen Bildhauers Ossip Zadkine im sechsten Arrondissement zeigt ein kleines Museum das Lebenswerk des Künstlers, der dort bis zu seinem Tod 1967 arbeitete. Von Touristen noch größtenteils unentdeckt, ist der Ort zugleich eine Oase der Ruhe inmitten der Großstadt.

Zadkine kommt 1909 nach Paris und debütiert 1911, als 21-Jähriger, mit Gemälden und Skulpturen im legendären "Salon d’automne" und im "Salon des Independants". Unter dem Namen Zoe Zadkine taucht er in das intensive Großstadtleben ein, trifft Künstlerikonen wie Constantin Brancusi oder Pablo Picasso und freundet sich mit Amedeo Modigliani an. Zwischen 1914 und 1925 ist er Teil der kubistischen Bewegung. Das Museum zeigt seine künstlerische Entwicklung von diesen frühen kubistischen Skulpturen über die expressionistischen Werke bis zu den späten, abstrakten Statuen. 

Zu verdanken ist die Ausstellung der Witwe des Künstlers, Valentine Pax, aus deren Vermächtnis etwa hundert Werke in dem ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des Paares ausgestellt sind. Es befindet sich im Pariser Kunst- und Literatenviertel Saint-Germain-des-Pres, das in den 1920er Jahren seinen Höhepunkt erlebte und sich heute durch edle Boutiquen, Buchhandlungen, Antiquariate und Galerien auszeichnet. Noch immer ist in den Straßen rund um den Jardin de Luxembourg ein Hauch von Avantgarde spürbar.

Der ruhige, begrünte Innenhof des Museums lädt zum Verweilen ein. Von einer der schattigen Sitzgelegenheiten kann der Kunstliebhaber entspannt den kleinen Skulpturengarten Zadkines betrachten, den seine Witwe originalgetreu rekonstruieren ließ. Und an dieser Stelle kann der Besucher sehr leicht nachvollziehen, weshalb Zadkine gerade diesen Ort als Lebensraum und Oase der Kreativität gewählt hat.