Nur ein Hauch von altmodisch – Krawatten von Edsor Kronen
Seit nunmehr 100 Jahren produziert die Berliner Traditionsmanufaktur Edsor Kronen edle Herrenaccessoires. Und trifft damit den Geschmack von Modebewussten und Designern.
In einem Kreuzberger Hinterhof nahe des Görlitzer Bahnhofs werden sie hergestellt: Handgenähte Schals, seidene Hausmäntel, Kummerbunde, Schleifen und natürlich exklusive Krawatten. Wem so viel Klassik jetzt ein wenig altmodisch erscheint, der hat lange keinen Streifzug mehr durch die Boutiquen in Mitte gemacht. Denn der feine Zwirn wird keineswegs nur an klassische Anzugträger weltweit geliefert, sondert findet immer öfter seinen Weg zu jungen Fashionistas.
“Art Decó ist mein Leben!”, sagt Jan-Henrik M. Scheper-Stuke. Er ist das neue Gesicht von Edsor Kronen, der das Unternehmen demnächst von seinem Patenonkel übernimmt und es schon jetzt nach außen vertritt. Der Juniorchef überzeugt nicht zuletzt durch seine eigene Präsenz und seine extravagante Lebensweise, die ganz auf Stil ausgerichtet ist. Und einen Trend junger Berliner trifft: Die Rückbesinnung auf den Chic der 20er, das Feiern mit Absinth und Swingtanz und den Style der Gentlemen und Dandys, zu dem Schlips und Krawatte einfach dazugehören.
So hat Jan-Henrik M. Scheper-Stuke das 1909 gegründeten Traditionsunternehmen ein wenig entstaubt. „Durch mich ist die Marke in der Öffentlichkeit wahrnehmbar geworden“, sagt er. Dazu beigetragen haben unter anderem Kooperationen mit Wood Wood, Wolfgang Joops Wunderkind und Lala Berlin. Zu modern darf es aber doch nicht werden. Zwar nutzt der Juniorchef selbst iPod und co., in der Manufaktur wird weiterhin von Hand gefertigt und das Lager mit einer altmodischen Zettelwirtschaft katalogisiert.
Wer übrigens hinter dem „Edsor Kronen“ den Namen des Firmengründers vermutet, der irrt. „Edsor“ steht für „Edle Sorte”, “Kronen” verleiht dem Ganzen noch etwas mehr Glanz. Ein Kunstname, kreativ und klassisch wie die Marke selbst.
Von {{author}} - 09.Aug 2010, 11:17 Uhr